Die schwarzen Tränen wische ich mir aus dem Gesicht. Das Kissen ist auch schon ganz mit schwarzer Schminke beschmutzt. Ich suche nach dem Sinn des Lebens. Frage mich zum hundertsten Mal, worin er steckt, ob es ihn überhaupt gibt. Frage mich, was ich in diesem verdammten Leben noch verloren habe, das mir nichts bringt aus Schmerz und Enttäuschung. Ich bin am Ende. Ich höre das Geräusch ihrer Krallen noch, die versuchten sich am Fensterbrett fest zu klammern. Den Schrei, den sie von sich lies, als die kalte, schwarze Nacht sie mir weg nahm. Einfach so. Den Aufprall im Gebüsch. Ich sehe sie noch vor mir. Das kleine lebenslustige, stets fröhliche Kätzchen. Dann rutschte es weg. In die dunkle Tiefe. Sie wird nicht mehr kommen. Nein, dass wird sie nicht. Ich würde alles geben um sie wieder bei mir zu haben. Dieses kleine liebenswerte Ding, das einem den Tag ausstehlicher macht. Ich suche draußen verzweifelt nach ihr. Sie ist nicht hier. Und ich nicht dort. Und am Liebsten würde ich mir das Messer in die Brust rammen, weil ich Schuld bin. Der Schmerz wäre der Gleiche. Irgendwann werde ich sie vergessen. Aber der unerträgliche Schmerz wird immer bleiben. Weil das Schmerzen so an sich haben.

16.9.08 23:05

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