Ich sehe ihn und will einfach nur zu ihm laufen so schnell meine Beine mich nur tragen können. Ihn umarmen und nie, nie wieder los lassen. Ihn küssen und nie, nie wieder damit aufhören. Ihm sagen, wie sehr ich ihn liebe und nie, nie damit aufhören werde. Ihm sagen, wie gut er aussieht und nie, nie damit aufhören. Ihm sagen, dass ich ihn nie, nie verletzten werde und dass ich immer für ihn da sein werde. Ihn umarmen, ihn küssen, ihn ansehen, ihn immer lieben, ihn nie verletzten, nie aufhören. Ich will keine Sekunde mit ihm vergessen, ich höre seine Stimme, aber verstehe nicht was er sagt. Will es gar nicht verstehen, sondern nur seine Stimme hören. Nie aufhören, ihn nie verletzten, ihn immer lieben, ihn ansehen, ihn küssen, ihn umarmen.
Und ich laufe und laufe. Doch ich laufe nur gegen das was uns trennt: Eine blöde Scheibe Glas. Wie ich sie hasse. Aber trotzdem werde ich nie aufhören, dagegen zu laufen.
Einmal wird es doch klappen, ich weiß es.

(Anmerkung im Nachhinein: Hört sich so an, als hätte ich ihn zu meiner Lebensaufgabe gemacht.)

16.9.08 23:03, kommentieren

Man sollte immer noch mal zurück schauen,

bevor man einen Schritt nach vorne macht.

Um sich nocheinmal zu bestätigen, was man geschafft hat, woran man gescheitert ist und was einen immer noch bedrückt.

Um sicher zu sein, dass man es will. Und das es richtig ist.

16.9.08 23:02, kommentieren

'Ich würde heute auch nicht heiraten wollen.', dachte ich, als ich die Braut laufen sah.

'Gut, vielleicht hat sie was vergessen.', dachte ich, als sie nochmal kurz stehen blieb.

Und 'Nein, recht hat sie.', als sie endgültig davon lief.

Man kann eben nichts erzwingen. Und man bekommt manchmal kalte Füße. Trotzdem muss man weiter machen. Mit allem und immer.

16.9.08 23:02, kommentieren

Es war der 13. September 2008. Es war 1:03 Uhr. Als sie es sagte. Sie sagte: 'Jessy, ich muss dir was sagen, was ich noch keinem Menschen vorher gesagt habe, noch nie.' Ich war leicht verwirrt. Denn sie sagte, nach dem sie ausgiebigst gegähnt hatte, 'Jessy, mein Schatz, ich liebe dich, für immer. Für ganz ganz immer.'

Ich war perplex. Ich hätte heulen können vor Glück. Oder vor dem Wissen, dass sie es nicht ernst meint?

Fuck. Das war mir egal. Ich war so unbeschreiblich glücklich. So verdammt unbeschreiblich.

Ich stoterte: 'Und ich liebe dich für immer. Für Immer, meine Maus.'

Und wieder redeten wir sinnlos aneinander vorbei. Oder doch nicht?

Dann eine halbe Minute später verabschiedete sie sich für eine Woche von mir, mit den Worten: 'Pass auf dich auf, halt die Ohren steif und denk an mich, ja?..Gute Nacht.'

So. Nun war ich da. Auf der Couch. Sass da. Halb in die Decke eingewickelt, halb nicht. Der Fernseh auf stumm geschalten. Nur die Bilder bewegten sich. Und ich dachte, dass kann nicht war sein. Wie hohl es ohne Ton aussieht.' Ich wollte mir nichts drauf einbilden. Sicher, sie hat gesagt, dass sie mich liebt. Und das für immer. Aber trotzdem. Und dann sass ich noch ein paar Minuten da. Der Ton war immer noch auf stumm. Und als ich den Ton wieder an machte, habe ich mir noch schnell die Tränen weg gewischt.

Am Telefon sagte ich, 'Jetzt bin ich für eine Woche eine Strohwitwe. Weißt du das eigentlich?!' und sie sagte nur 'Mensch. Geniese die Zeit ohne mich.' und ich dachte nur, 'Wie zur Hölle soll ich das schaffen?!'.

Und das blieb so hängen. In meinem Kopf. Während die Tränen auf meinen Pulli tropften.

16.9.08 23:02, kommentieren

Manchmal, wenn man sich wünscht, die Zeit würde stehen bleiben, vergeht sie besonders schnell. Und an anderen Tagen, kommt einen eine Minute wie eine Stunde vor. Alles zieht sich und es ist zäh. Und langweilig und sowieso ist alles sinnlos.

Die Zeit und das Leben vergehen wirklich unfassbar schnell. Und irgendein weiser Mann meinte mal: "Manchmal leben wir so, als hätten wir unermesslich viel Zeit.". Die Zeit ist viel zu schade, sie mit Streit und Trauer zu verschwenden. Man sollte lieber glücklich sein und so tun, als würde die Sonne scheinen, auch wenn es regnet. Obwohl der Regen langsam nachlässt. Und die Leute nicht mehr Freundlichkeit vorspielen müssen.

Es war eine Zeitverschwendung, denkt man sich manchmal, wenn man auf die Vergangenheit zurück blickt. Doch man war glücklich. Zu mindest ein bisschen. Zu mindest in der Situation, wenn auch nicht danach. Zu mindest für einen kleinen Moment.

Aber es sind doch die kleinen Dinge im Leben, die es so liebens- und vorallem lebenswert machen.

16.9.08 23:01, kommentieren

Wenn du das liest, bin ich schon längst ertrunken.

In den Tränen, die ich geweint habe.

Weil ich mich so sehr nach dir sehne.

Dich so sehr vermisse.

Und dich so sehr liebe, dass es mir selbst weh tut.

Und das ist ein Punkt, an dem man aufhören sollte.

Ob wir es tun, ist die andere Frage.

16.9.08 23:01, kommentieren

Ein ganz bekannter Drogeriemarkt hat heute wirklich einen riesigen Gewinn gemacht. Da bin ich mir sicher, denn es schüttete mittendrin aus allen Eimern. Aber es war schön. Im Bus zu sitzen, wenn der Regen an die Scheibe praselt. Ein nasser Mensch nach dem anderen den Bus füllt. Und so eine angenehme, aber nasse Atmosphäre entsteht. Wenn sich alle entschuldigen, weil sie sich gegenseitig mit ihren Schirmen abstechen oder nass machen. Oder einem angeboten wird, sie bei jemanden unter den Schirm zu stellen. Wenn es regnet, dann halten plötzlich alle Menschen auf der Welt zusammen. Diese 'gespiele' Freundlichkeit und Harmonie. Wie ich sie hasse. Zum Kotzen ist das. Ich verstehe nicht, wie man so falsch sein kann.

"Mama, der Himmel weint aber schlimm. Hat ihm jemand weh getan?", hat ein kleines Mädchen zu seiner Mutter im Bus gesagt.

"Nein, mein Schatz. Der ist nur traurig. Aber das vergeht wieder. Morgen ist er wieder glücklich und die Sonne scheint."

Ich lies das Kind in dem Glauben, denn es sah dabei zufrieden aus mit der Antwort, die sie bekam, und dachte nur, 'Ja, ganz bestimmt.'

16.9.08 23:01, kommentieren